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Train the Trainer

Fortbildungen für Trainer

Train the Trainer

Gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer sind die Grundlage für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Der Tiroler Eishockeyverband engagiert sich daher aktiv in der Trainerausbildung und bietet mit dem Übungsleiterkurs den Einstieg in den offiziellen Ausbildungsweg des Österreichischen Eishockeyverbands.

Als erste Stufe der Trainerausbildung vermittelt dieser Kurs wichtige fachliche und methodische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und bildet die Basis für weiterführende Qualifikationen im österreichischen Eishockey.

TEHV Trainerlizensierung

Ausbildung, Prüfung, Lizenzierung und Lizenzverlängerung für Trainer aller Altersklassen
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Aktuelle Fortbildungen:

derzeit wird kein Kurs angeboten

Kapitel 01

Die vier Kernkompetenzen eines Coaches

Die Aufgaben eines Coaches sind vielfältig — Eishockey zu verstehen allein genügt nicht. Ein guter Coach überzeugt mit vier Kompetenzen, die er kontinuierlich weiterentwickelt.

01Die FachkompetenzWas ich über Eishockey weiß

Fachkompetenz bedeutet umfassendes Wissen über die Sportart — vom Skating bis zur Psychologie:

  • Skating & Technik
  • Taktik & Spielsysteme
  • Trainingslehre & Off-Ice-Training
  • Mentaler Bereich & Psychologie
  • Entwicklungspsychologie — was wird in welchem Alter trainiert?

Dieses Wissen steht nie still: Nur wer sich laufend auf dem neuesten Stand hält, bleibt fachlich kompetent. Entscheidend ist das Zusammenspiel von fundiertem Wissen, Praxiserfahrung und der Fähigkeit, das eigene Wissen weiterzugeben — erst dieses Gesamtpaket macht einen echten Experten aus.

02Die MethodenkompetenzWie ich mein Wissen vermittle

Viel zu wissen reicht nicht — entscheidend ist, dieses Wissen auch überzeugend zu vermitteln. Dafür brauchst du didaktische und methodische Fähigkeiten sowie ein Gespür dafür, wie deine Spieler:innen lernen und Wissen aufnehmen.

Zur Methodenkompetenz gehören:

  • Arbeitstechnik
  • Vernetztes Denken und Handeln
  • Umgang mit Mitteln & Betriebseinrichtungen
  • Lern- und Arbeitsstrategien

Du stärkst sie durch Fachliteratur, Seminare und Webinare. Am wichtigsten aber ist die regelmäßige, kritische Reflexion deiner praktischen Erfahrungen — so holst du als Trainer dauerhaft das Beste aus dir heraus und unterstützt deine Spieler:innen optimal auf ihrem Weg.

03Die SozialkompetenzWie ich mit Mitmenschen umgehe

Sozialkompetenz heißt: Ziele erreichen, ohne dabei die zwischenmenschlichen Beziehungen zu beschädigen. Eishockey ist ein Teamsport — deine Spieler:innen bilden ein Team, ebenso wie Coaches und Staff mit dir eines bilden.

  • Teamfähigkeit & Konfliktfähigkeit
  • Zusammenarbeit & Kooperationsfähigkeit
  • Information & Kommunikation
  • Spielerorientiertes Handeln — was brauchen meine Spieler:innen, um besser zu werden?

Ein guter Coach versteht die Mechanismen effizienter Teamarbeit und kann Teambildungsprozesse begleiten. Denk daran: Man kann nicht nicht kommunizieren — man kann nur besser oder schlechter kommunizieren. An diesen Soft Skills solltest du kontinuierlich arbeiten.

04Die SelbstkompetenzWie ich mit mir selbst umgehe

Selbstkompetenz — auch Selbstmanagement genannt — bedeutet, das eigene Wissen, Verhalten und Können kritisch zu hinterfragen und sich selbst realistisch einzuschätzen. Diese Reflexion ist der Ausgangspunkt für alles weitere Handeln.

  • Selbstständigkeit & Eigenverantwortung
  • Zuverlässigkeit & Belastbarkeit
  • Verantwortungs- & Pflichtbewusstsein
  • Umgangsformen
  • Umgang mit den eigenen Emotionen & Frustrationstoleranz

Selbstkompetenz ist das Fundament jeder Führungsperson: Wer sich selbst nicht führen kann, kann auch kein Team effektiv leiten.

Der Coach als Gesamtpaket

Als Führungspersönlichkeit und Coach musst du alle vier Kompetenzen besitzen — und sie gewinnbringend einbringen.

FachMethodenSozialSelbst
Kapitel 02

Die Rolle des Coaches

Die Rollen eines Trainers hängen von Aufgabenbereich, Funktion und Art des Teams ab. Wir unterscheiden zwischen Profi- und Nachwuchsmannschaften.

01Der Lehrer / Pädagoge

Als Coach einer Profimannschaft musst du Spieler:innen und das Team als Ganzes kontinuierlich weiterentwickeln — mit hochwertigen Trainingseinheiten und einem klaren Entwicklungsplan. Du brauchst didaktische und methodische Fähigkeiten, wie sie Lehrer oder Pädagogen im schulischen Bereich einsetzen: Du bist Eishockey-Lehrer und Eishockey-Pädagoge.

Deine Leistung wird an einer einzigen Frage gemessen: „Mache ich die Spieler und das Team besser — oder nicht?“

02Der General

Wie ein General denkst du sorgfältig über die beste Strategie nach, um den Gegner zu besiegen — und du verstehst die Strategie des Gegners, indem du ihn analysierst. Dafür brauchst du ein überdurchschnittlich entwickeltes strategisches Denkvermögen.

Viel über Taktik zu wissen reicht nicht: Du musst Strategien an dein Team vermitteln und umsetzen können — genau dafür steht die Methodenkompetenz.

03Der Dirigent

Ein Dirigent hat viele Ressourcen — sein Orchester — und entscheidet, wann er welche Ressource wie oft einsetzt. So setzt du Spieler:innen ein, dass sie ihre Stärken zugunsten des Teamerfolgs einbringen, und gruppierst sie so, dass sie sich optimal ergänzen.

Du wägst ab: Stärkst du das Kollektiv mit gleichmäßig verteilten Eiszeiten, oder förderst du einzelne Leistungsträger gesondert? Beides hat Vor- und Nachteile. Triffst du die richtigen Entscheidungen, sagt man nach dem Spiel über dich: „Du hast meisterhaft gecoacht.“

04Der Dompteur

Im Profibereich triffst du auf starke Persönlichkeiten, die mitunter als „schwierig“ gelten und den persönlichen Erfolg über den Teamerfolg stellen. Oft sind sie aber überdurchschnittlich begabt und können den Unterschied ausmachen.

Ein guter Coach strahlt natürliche Autorität aus und kann mit solchen Spielern umgehen — erkennt aber auch den Zeitpunkt, an dem eine Trennung nötig wird, wenn die Persönlichkeit den Teamerfolg überlagert. Diese Rolle entscheidet im Profibereich oft mehr als fachliche Fähigkeiten: Coaches scheitern selten am Eishockey-Wissen, sondern am Umgang mit schwierigen Spielern und an der Teamdynamik.

Der Faktencheck

Der Nachwuchscoach — gelten die vier Rollen auch für dich?

Rolle 1: Der Lehrer / Pädagoge

Definitiv ja! Als Nachwuchscoach bist du — unabhängig von der Stufe — in erster Linie Lehrer und Pädagoge. Die Entwicklung der Spieler:innen steht im Vordergrund.

Rolle 2: Der General

Taktische Schulung wird erst ab einer gewissen Altersstufe wichtig. Oft wird zu früh zu viel Zeit in Taktik investiert: Jede Stunde Taktiktraining ist in Wahrheit eine Stunde „nicht Technik“ — und Technik bildet das Fundament der Spieler:innen.

Rolle 3: Der Dirigent

Der Umgang mit Eiszeiten und Rollen ist im Nachwuchs abhängig von Altersstufe und Vereinsvorgaben. Grundsatz: Alle Spieler:innen spielen viel und regelmäßig und sollen alle Momente des Spiels erlernen und erleben.

Rolle 4: Der Dompteur

Du arbeitest mit Kindern, nicht mit Erwachsenen mit möglichen schwierigen Charakterzügen. Die Dompteur-Rolle ist im Nachwuchs kein Thema.

Als Nachwuchscoach bist du Lehrer, Entwickler, Pädagoge und Eishockeyvater.

Schlüsselfragen zu Beginn eines Coach-Mandats

Zu Beginn klären
  • Wo und mit wem arbeite ich als Coach?
  • Bin ich Headcoach einer Profimannschaft oder Nachwuchscoach?
  • Coach einer Entwicklungs- oder einer Resultatmannschaft (z. B. Nationalteam)?
  • Arbeite ich mit Kindern der Grundstufe (U11 – U7) oder mit einer U20?
  • Wie wichtig sind die Resultate — und die Konsequenzen daraus?
  • Wie definiere ich Erfolg auf meiner Stufe?
  • Wie rede ich MIT und ÜBER meine Spieler:innen, Kinder und Jugendlichen?
Laufende Selbstreflexion
  • Dienen meine Gedanken und Handlungen dem Zweck meines Mandats?
  • Bin ich auf dem richtigen Weg oder muss ich Anpassungen vornehmen?
  • Muss ich mein Mindset ändern?
  • Bin ich genügend ausgebildet für diese Aufgabe — oder brauche ich Hilfe?

Ungeachtet der Ebene gilt: Du arbeitest immer mit Menschen. Der Mensch steht im Mittelpunkt — deine Aufgabe ist es, Menschen zu leiten, zu motivieren, zu schulen und zu fördern. Diese menschliche Dimension verleiht deiner Arbeit Wirkung und Bedeutung.

Kapitel 03

Schlüsselkompetenzen als Nachwuchstrainer

Kinder sind keine verkleinerten Erwachsenen — sie sind unterschiedlich. Methoden aus dem Erwachsenen-Eishockey lassen sich daher nicht einfach übertragen. Diese drei Schlüsselkompetenzen brauchst du als Nachwuchscoach.

01Entwicklungspsychologie

Du musst die Entwicklungspsychologie und die sensitiven Phasen deiner Altersgruppe kennen:

  • Biologisch (Gehirn, Gestalt)
  • Mental (Denken)
  • Sozial (Zusammenleben)
  • Wie lernt ein Kind auf dieser Stufe?
  • Was wird auf dieser Stufe physisch entwickelt — und warum?
02Biologisches vs. kalendarisches Alter

Ein Kind kann biologisch früher oder später entwickelt sein als sein tatsächliches Alter — das nennt man Akzeleration oder Retardation. Ein 13-Jähriger kann biologisch bis zu 3,5 Jahre älter oder jünger sein, also zwischen 10 und 17.

Akzelerierte Spieler:innen haben durch ihre körperliche Entwicklung Vorteile — lass dabei ihre technische und taktische Entwicklung nicht schleifen. Retardierte Spieler:innen haben im Wettkampf oft körperliche Nachteile. Sätze wie „Der ist technisch gut, aber körperlich viel zu schwach — aus dem wird nie etwas“ sind fatal und haben im Nachwuchseishockey nichts zu suchen: Das sind keine schwachen Spieler, sondern Spätentwickler — und niemand kann den Werdegang eines Kindes seriös vorhersagen.

Viele Talente hören nach jahrelanger „Demütigung“ enttäuscht auf, weil ihnen zu wenig Geduld entgegengebracht wurde. Als Nachwuchscoach ist es deine Aufgabe und Pflicht, dass kein Talent verloren geht!

03Umgang mit Sieg und Niederlagen

Kinder wollen gewinnen — das ist in Ordnung und sogar wichtig: Der Siegeswille soll gefördert werden, Gewinnen steigert die Motivation. Die Schlüsselfrage ist nur, zu welchem Preis dieser Sieg zustande kommt. Auch im Wettkampf bleibt das Ziel die ganzheitliche Entwicklung der Spieler:innen.

So soll es sein

  • Alle spielen regelmäßig
  • Jeder darf Fehler machen und wird korrigiert
  • Spieler:innen dürfen kreativ sein
  • Jede:r Spieler:in erhält ein faires Feedback
  • Alle haben dieselben Rechte und Pflichten

So nicht

  • Nur die Besten spielen regelmäßig und bis zum Schluss
  • Es gibt die Guten und die Schlechten
  • Spieler:innen müssen einfaches, pragmatisches Eishockey spielen — ohne Risiko eingehen zu dürfen
Kapitel 04

Qualitatives Coaching — IIHF Coach Development Framework

Das IIHF Coach Development Framework (CDF) und ergänzende Konzepte wie der Player Development Guide (PDG) sind der internationale Leitfaden für die Entwicklung von Eishockey-Trainer:innen. Ziel: ein gemeinsames Verständnis von qualitativ hochwertigem Coaching — vom Nachwuchs bis zum Hochleistungsbereich. Im Zentrum stehen spielerzentriertes Coaching, alters- und entwicklungsadäquates Training, ein sicheres und positives Umfeld, langfristige Spielerentwicklung sowie Werte wie Fair Play, Integrität und lebenslanges Lernen.

Der ÖEHV versteht sich im Sinne der IIHF-Philosophie „Teaching the Teachers“ als Vermittler von Wissen, Haltung und Qualität. Wir teilen diese Inhalte, weil sie eine gemeinsame Sprache schaffen, internationale Standards in unsere Trainerausbildung integrieren, die langfristige Spielerentwicklung über kurzfristige Ergebnisse stellen und Coaching als Profession stärken.

01Coaching-Philosophie

Eine Coaching-Philosophie bildet die Grundlage qualitativer Trainerarbeit. Sie beschreibt dein Rollenverständnis und basiert auf persönlichen Erfahrungen, Werten und Überzeugungen. Sie gibt Orientierung für Entscheidungen im Trainings- und Wettkampfalltag und sollte mit den Leitprinzipien des Verbands und den Werten des Vereins übereinstimmen.

Qualitativ gute Trainer:innen reflektieren ihre Philosophie regelmäßig und entwickeln sie durch Weiterbildung, Austausch und neue Impulse kontinuierlich weiter — so entstehen die Verknüpfungen zwischen Theorie und Praxis.

02Spielerzentrierter Coaching-Ansatz

Qualitäts-Coaching stellt die Bedürfnisse der Athlet:innen in den Mittelpunkt. Dieser ganzheitliche Ansatz berücksichtigt die soziale, mentale, körperliche, taktische und technische Entwicklung — im und außerhalb des Sports. Ziel sind selbstbewusste, eigenständige Persönlichkeiten, die eigene Entscheidungen treffen können.

Trainer:innen unterstützen individuell, setzen auf Fragen statt vorgefertigte Lösungen und fördern lebenslanges Lernen. Dabei übernehmen sie verschiedene Rollen — Lehrer, General, Dirigent und Dompteur — und agieren zusätzlich als Führungspersönlichkeiten, Zuhörer und Mentoren. Diese Arbeit ist entscheidend für die Bindung der Spieler:innen an den Sport.

Wesentliches Trainerwissen

Interpersonal

Interpersonales Wissen

Positive Beziehungen aufbauen — mit Spieler:innen, Kolleg:innen, Eltern und anderen Beteiligten. Dazu gehören Kommunikationsfähigkeit, emotionales Verständnis und der Aufbau von Vertrauen.

Intrapersonal

Intrapersonales Wissen

Selbsterkenntnis und Selbstreflexion: das Bewusstsein über die eigenen Werte und ethischen Grundsätze sowie die Fähigkeit, sich selbst kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Fachlich

Fachliches Wissen

Sportartspezifisches Wissen (Technik, Taktik, Regeln), allgemeines Sportwissen (Ernährung, Trainingslehre, Psychologie) und pädagogisch-didaktisches Wissen für effektive Trainingsmethoden und Lernprozesse.

Kernkompetenzen der IIHF

Ergänzend zu den vier Kernkompetenzen definiert die IIHF fünf Kompetenzbereiche — nicht als „richtig oder falsch“, sondern als Orientierung:

  • Persönliche Entwicklung: kontinuierliches Lernen, Selbstreflexion, wachstumsorientierte Haltung, klare Coaching-Philosophie, eigenes Wohlbefinden.
  • Programmführung: positive Teamkultur, Verantwortung für Organisation und Weiterentwicklung der Trainingsprogramme, Stabilität, Werte und Traditionen.
  • Soziale Kompetenzen: vertrauensvolle, respektvolle Beziehungen, emotionale Intelligenz, respektvolle Kommunikation, Unterstützung von Kolleg:innen.
  • Lernförderung: nachhaltige, spielerzentrierte Entwicklung planen und umsetzen, optimale Lernumgebungen schaffen, pädagogische Prinzipien anwenden.
  • Sportliches und Leistungswissen: Technik und Taktik, Regelkunde, körperliche Vorbereitung, Verletzungsprävention, Sportpsychologie, Ernährung.

Ziel: Die 6 C’s

Connection

Verbindung

Teamgeist und soziale Beziehungen fördern — im Sport und darüber hinaus.

Creativity

Kreativität

Eigene Lösungswege finden lassen — das stärkt die Problemlösungskompetenz.

Character

Charakter

Ethisches Verhalten, starke Werte und Respekt für das Spiel — gerade in schwierigen Situationen.

Care & Compassion

Fürsorge & Mitgefühl

Empathie und Rücksichtnahme gegenüber Mitspieler:innen und Gegner:innen.

Confidence

Selbstvertrauen

Sicherheit in den eigenen Fähigkeiten — wirkt positiv auf Leistung und Entwicklung.

Competence

Fähigkeiten

Sportliche Fertigkeiten und technische Fähigkeiten entwickeln, um erfolgreich zu spielen.

Kapitel 05

Coaches und ihr eigenes Wohlbefinden

Trainer:innen kümmern sich um das Wohlbefinden ihrer Spieler:innen — und vernachlässigen dabei oft ihr eigenes. Der Trainerberuf bringt lange Arbeitszeiten, Reisen, wenig Zeit für richtige Mahlzeiten, eigene Bewegung und Erholung sowie begrenzte Zeit für Familie und Freunde mit sich. Dazu kommt häufig fehlende Jobsicherheit durch kurzfristige Verträge, die oft von Ergebnissen abhängen. Ständiger Stress, Schlafmangel und fehlende Erholung wirken sich negativ aus — ein gestresster Trainer kann seine Spieler:innen nicht optimal fördern. Auch Vereine und Verbände tragen Verantwortung: klare Aufgabenverteilung, Belastungsmanagement, Unterstützungsangebote und eine durchdachte Saisonplanung.

Häufige Stressfaktoren

Organisatorische StressorenWettkampfbezogene StressorenPersönliche Stressoren
Konflikte mit FührungskräftenKonkurrenzdruckPersönliche Zeitopfer
Mangel an finanzieller UnterstützungVerletzungen von AthletenSorge, wie andere über einen denken
RollenkonflikteAuswahlentscheidungenÜberlastung
Administrative AufgabenRekrutierungUnregelmäßige Arbeitszeiten
LehrtätigkeitenFehlende Kontrolle über Team und StaffWenig Zeit für Familie und Freunde
Druck der Organisation, Ergebnisse zu erzielenNegative Leistungen der AthletenFehlende Arbeitsplatzsicherheit
Konflikte im Team oder mit KollegenWettkämpfeErwartungen von Familie und Freunden
Mehrere Aufgaben gleichzeitigEingriffe der MedienReisen
Mangelnde Disziplin bei Athleten und TeamSpiele am WochenendeErwartungen von Athleten, Team und Eltern
Mangelnde KommunikationErwartungen der OrganisationUmgang mit den Bedürfnissen der Athleten

Stressfaktoren in Anlehnung an IIHF CDF

Entstehung & Symptome

Stress entsteht aus einem Ungleichgewicht zwischen Belastungsfaktoren (Stressoren) und den eigenen Bewältigungsstrategien:

Belastung + Bewältigungsstrategie = Stress

Typische Symptome:

Kurze Geduld / Reizbarkeit, Anspannung, Leistungseinbußen, ständige Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, eingeschränkte Kommunikation, Erschöpfung, innere Leere, Schlafprobleme, Gereiztheit, Frustration, Ermüdung, niedriges Energieniveau.

Prävention

Um Burnout und damit verbundene Gesundheitsprobleme zu vermeiden, musst du dir deiner Stressfaktoren bewusst sein und geeignete Strategien entwickeln:

Balance

Balance-Strategien

  • Bewusst Zeit für Familie und Freunde einplanen
  • Aufgaben delegieren
  • Prioritäten setzen
Kommunikation

Kommunikationsstrategien

  • Klare Richtlinien für Team- und Spielerauswahlprozesse
  • Standards für Spielerverhalten
  • Verhaltensregeln für Athlet:innen
  • Klare Erwartungen an den Trainerstab
Professionell

Professionelle Strategien

  • Effektive Kommunikation & Problemlösung
  • Management- & Konfliktkompetenz
  • Führungsqualitäten
  • Nutzung der Off-Season
  • Kommunikationspläne für Nichtnominierungen und Streichungen
Quelle: ÖEHV – Rot-Weiß-Roter Faden · Coach Development Framework der IIHF
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