Der Tiroler Eishockeyverband hielt am vergangenen Freitag seine 73. Generalversammlung ab. Neben einem informativen Einblick in die Eishockeywelt, gab es Beschlüsse über ein neues Entschädigungssystem und einen harmonischen Austausch bei einem gemeinsamen BBQ.
Präsident Benedikt Schennach eröffnete die Sitzung um 19:00 Uhr und begrüßte nach verkürzter Wartezeit die anwesenden Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter. Neben 9 TEHV-Vertretern und dem Schiedsrichter-Obmann nahmen 27 Vertreter von insgesamt 15 Vereinen an der Generalversammlung teil, und die Beschlussfähigkeit wurde ordnungsgemäß festgestellt.
Zu Beginn wurden Jakob Schauer und Iris Luchner einstimmig als Stimmenzähler bestätigt. Auf die Verlesung des Protokolls der vergangenen Generalversammlung wurde mit großer Mehrheit verzichtet. Anschließend folgten die Berichte des Präsidenten, des Kassiers sowie der Rechnungsprüfer.
Benedikt Schennach fasste die Einarbeitungszeit in sein neues Amt zusammen und äußerte großen Dank für die produktive Zusammenarbeit mit den Vereinen. Für ihn war es ebenfalls sehr wichtig, den Austausch mit politischen Vertretern zu stärken. Der aktuell laufende Sport-Städten-Monitor des Landes ist eine gute Möglichkeit, die Eishockeyinfrastruktur, welche nicht nur für den Eishockeysport, sondern auch für Sportarten wie Eiskunstlauf oder Publikumslauf genutzt wird, zu erörtern und mittelfristig zu verbessern. Das Thema rund um den Stream Dienst und dessen Entwicklung aufgrund diverser Firmenübernahmen und dadurch entstandenen Funktionalitätseinschränkungen ist immer noch eine Möglichkeit die genutzt werden sollte und nicht nur ein Kostenfaktor. Seitens des Verbandes bemühen wir uns um eine faire Lösung für alle und bei der Suche einer Hilfestellung hinsichtlich der anfallenden Kosten. Sportlich wurde die Entwicklung des TEAM TIROLS U14 bei den letzten Arge-Alp-Turnieren positiv hervorgehoben.
Nach dem Bericht der Kassaprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Ein zentraler Tagesordnungspunkt war die geplante Statutenänderung des TEHV im Hinblick auf die Möglichkeit von Sponsoreneinnahmen. Die überarbeiteten Statuten waren den Vereinen fristgerecht zur Einsicht übermittelt worden; die Änderungen wurden entsprechend gekennzeichnet und der Generalversammlung vorgestellt. Im Zuge der Diskussion wurden unter anderem Fragen zur Einbindung von Kamerasystemen in die Gebührenordnung behandelt. Der Vorstand erläuterte, dass diese ab der kommenden Saison für alle Vereine, die an einer Meisterschaft teilnehmen, in den Gebühren enthalten sind. Die Statutenänderungen wurden mit 49 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.Darüber hinaus wurde das neue TEHV-Entschädigungssystem vorgestellt. Nachwuchsreferent Yan Hois präsentierte das neue Modell samt Tarifblatt. Auch dieses wurde von der Generalversammlung beschlossen: 19 von 24 Stimmen entfielen auf Zustimmung, bei 4 Enthaltungen und einer Gegenstimme. Das neue Entschädigungsmodell ist ein Meilenstein in der Ausbildung von Eishockeyspielern in Tirol und wird ab kommender Saison mit einer Einschleifphase greifen.
Unter dem Punkt Allfälliges wurden organisatorische Fragen zur kommenden Saison besprochen. Seitens der Vereine wurde insbesondere der Wunsch nach weiteren Abstimmungen zur Ligasitzung sowie nach einer frühzeitigen Terminplanung geäußert. Präsident Schennach kündigte an, bei Bedarf eine zusätzliche Sitzung, gegebenenfalls online, abzuhalten. Die Durchführungsbestimmungen und Meldungen sollen zeitnah versendet werden. Da die Erstellung von Spielplänen eine gewisse Vorbereitung erfordert, einigte man sich auf einen Erstentwurf für Anfang August.
Die Behandlung der Tagesordnungspunkte endete nach gut 2 Stunden, und der Abend fand bei einer kleinen Grillfeier und einem Austausch mit den Anwesenden seinen Ausklang.
Wir bedanken uns bei den anwesenden Vereinen für die Teilnahme und den wertvollen Austausch für die zukünftige Zusammenarbeit.
